Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, Zuschüsse und Förderungen bei staatlichen oder regionalen Trägern zu beantragen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann so beim Kauf eines Wohnungslifts ein großer Teil der Kosten gefördert werden. Dadurch können Sie die eigenen finanziellen Reserven schonen oder profitieren trotzdem von einer Mobilitätshilfe im eigenen Heim, wenn die nötigen Mittel nicht mehr vorhanden sind.
Stand der Angaben: Oktober 2026.
Wenn ein Pflegegrad vorliegt, ist die Pflegekasse Ihr wichtigster Ansprechpartner – sie gehört zu Ihrer Krankenkasse. Bei Arbeits- und Wegeunfällen ist die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zuständig, bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben die Rentenversicherung.
Die Pflegekasse zahlt für einen Treppenlift einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro als Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfelds (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Die Höhe hängt nicht vom Pflegegrad ab: Ob Pflegegrad 1, 2, 3, 4 oder 5 – der Höchstbetrag ist derselbe.
Ändert sich die Pflegesituation später so, dass weitere Umbauten nötig werden, kann erneut ein Zuschuss beantragt werden. Über den Antrag entscheidet die Pflegekasse in der Regel innerhalb von drei Wochen, mit Gutachten innerhalb von fünf Wochen.
Den Zuschuss zahlt nicht die Krankenkasse selbst, sondern die Pflegekasse, die bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt ist. Ein Treppenlift wird fest eingebaut und gilt deshalb als Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfelds, nicht als Hilfsmittel der Krankenversicherung. Den Antrag richten Sie an die Pflegekasse Ihrer Krankenkasse.
Der Zuschuss der Pflegekasse ist bundesweit gleich: bis zu 4.180 € je Maßnahme, unabhängig vom Pflegegrad und vom Bundesland. In Sachsen kann das Landesprogramm Wohnraumanpassung der SAB hinzukommen, in einigen Städten gibt es eigene Programme, zum Beispiel in Dresden (siehe unten).
Zuschüsse lassen sich teilweise kombinieren. Die Förderung der SAB ist zum Beispiel nachrangig: Der Zuschuss der Pflegekasse wird von den förderfähigen Kosten abgezogen, den Rest kann die SAB bezuschussen, wenn die Maßnahme förderfähig ist. Was Sie danach selbst tragen, können Sie unter Umständen steuerlich geltend machen. Lassen Sie sich vor dem Auftrag beraten, damit kein Antrag zu spät kommt.
Mit einem Pflegegrad ist der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 € der wichtigste Baustein. In Sachsen kann das Landesprogramm Wohnraumanpassung hinzukommen, dazu kommunale Programme und steuerliche Entlastungen. Entscheidend ist, alle Anträge vor der Bestellung zu stellen.
ZUSCHÜSSE VON PFLEGEKASSE, LAND UND KOMMUNE – STAND OKTOBER 2026
Sachsenlift informiert Sie über die möglichen Förderungen durch die Krankenkassen und weiteren sozialen Trägern. Wir zeigen Ihnen Fördermöglichkeiten und Absetzmöglichkeiten für einen Treppenlift in Sachsen und Thüringen auf. Sichern Sie sich jetzt Ihren Zuschuss. Sachsenlift – bietet förderfähige Markenlifte zum fairen Preis.
Die Grundvoraussetzung für den Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen ist die Einstufung in einen Pflegegrad. Haben Sie noch keinen Pflegegrad, können Sie ihn bei der Pflegekasse beantragen. Nach einem Hausbesuch des Medizinischen Dienstes erfolgt die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade meist innerhalb weniger Wochen. Danach stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse den Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Dazu brauchen Sie einen Kostenvoranschlag für den Lift – den erhalten Sie von uns nach dem kostenlosen Aufmaß. Ganz wichtig: Stellen Sie den Antrag, bevor der Lift bestellt wird. Viele Pflegekassen zahlen nicht rückwirkend.
Wir helfen Ihnen gerne bei der Beantragung der Förderung. Rufen Sie uns zu einem unverbindlichen Termin an.
Mit der Förderrichtlinie Wohnraumanpassung (FRL WRA, gültig für Anträge ab 18.03.2026) bezuschusst der Freistaat Sachsen über die SAB 80 % der Kosten, höchstens 4.000 €. Bei einem rollstuhlgerechten Umbau nach DIN 18040-2 („R“) sind bis zu 10.000 € möglich. Haushalte mit Leistungen nach SGB II oder SGB XII erhalten 100 %, höchstens 5.000 € bzw. 12.500 €. Der Zuschuss beträgt mindestens 1.500 €.
Die Förderung ist nachrangig: Leistungen der Pflegekasse werden von den förderfähigen Kosten abgezogen. Ob ein Treppenlift im Einzelfall gefördert wird, klärt die SAB.
Den Antrag stellen Sie bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) schriftlich, digital oder über das SAB-Förderportal – unbedingt vor Beginn der Maßnahme. Als Beginn gilt schon die Auftragserteilung.
Stand Oktober 2026: Für den KfW-Zuschuss „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (455-B) sind die Bundesmittel für 2026 seit dem 30. Juli 2026 ausgeschöpft. Neue Anträge sind derzeit nicht möglich; ob 2027 wieder Mittel bereitstehen, ist offen. Gefördert wurden Investitionen in die Barrierefreiheit von Wohnungen – auch Treppenlifte – für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Familien.
Zudem gibt es die Möglichkeit für einen Förderkredit bei der KfW – Altersgerecht Umbauen.
Die Konditionen sind hierzu:
Förderprogramm Wohnraumanpassung im selbst genutzten Wohnraum
Stand: Informationsblatt der Landeshauptstadt Dresden, Februar 2026. Ob ein Treppenlift gefördert wird, klärt das Amt im Einzelfall.
Den Arbeitslohn für Montage und Einbau können Sie als Handwerkerleistung absetzen: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 35a EStG). Voraussetzung sind eine Rechnung mit getrennt ausgewiesenen Arbeitskosten und die Zahlung per Überweisung. Alternativ können die Kosten als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden, wenn der Lift medizinisch notwendig ist – dieselben Kosten dürfen aber nicht doppelt berücksichtigt werden.
„Außergewöhnliche Belastung“
Ist der Treppenlift wegen Krankheit oder Behinderung nötig, können Sie die Kosten als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben (§ 33 EStG). Ein vorheriges amtsärztliches Gutachten ist dafür laut Bundesfinanzhof nicht zwingend erforderlich (Urteil vom 06.02.2014, VI R 61/12). Ein ärztliches Attest vor dem Kauf oder ein Pflegegrad erleichtern aber den Nachweis.
Absetzbar ist nur, was Sie selbst tragen – Zuschüsse der Pflegekasse oder anderer Stellen werden abgezogen – und nur der Teil, der über der zumutbaren Belastung liegt. Diese hängt von Einkünften, Familienstand und Kinderzahl ab und liegt zwischen 1 und 7 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte. Beispiel: Bei einem verheirateten Paar mit zwei Kindern und Einkünften von 56.000 Euro beträgt die zumutbare Belastung 1.575,30 Euro.
Für Ihre persönliche Situation fragen Sie am besten Ihre Steuerberatung oder einen Lohnsteuerhilfeverein.
Hier finden Sie Fragen und Antworten zu unseren Dienstleistungen. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Nicht von der Krankenkasse selbst, sondern von der Pflegekasse, die bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt ist. Liegt ein Pflegegrad vor, zahlt sie bis zu 4.180 € als Zuschuss zur Verbesserung des Wohnumfelds. Ein Rechtsanspruch auf die volle Summe besteht nicht, in der Praxis wird der Zuschuss für einen Treppenlift aber häufig bewilligt. Die Krankenkasse selbst übernimmt Treppenlifte in der Regel nicht, weil sie fest eingebaut werden und nicht als Hilfsmittel gelten.
Je nach Ihrer Situation kommen diese Stellen in Frage:
Nicht alle Leistungen lassen sich kombinieren. Klären Sie das vor dem Auftrag.
Immer vor der Bestellung bzw. vor Beginn des Einbaus. Bei der SAB gilt schon die Auftragserteilung als Beginn. Kümmern Sie sich deshalb so früh wie möglich um die Anträge. Das Angebot, das Sie nach unserem kostenlosen Aufmaß erhalten, können Sie dem Antrag beilegen.
Ja. In Sachsen fördert die SAB mit dem Landesprogramm Wohnraumanpassung 80 % der Kosten, höchstens 4.000 € (rollstuhlgerecht bis 10.000 €), mit Einkommensgrenzen. In Dresden gibt es zusätzlich ein städtisches Programm mit bis zu 3.835 €. Ob Ihre Stadt oder Ihr Landkreis ein eigenes Programm hat, erfahren Sie bei der Stadt- oder Kreisverwaltung oder bei einer Wohnberatungsstelle.
Ja, auf zwei Wegen: Den Arbeitslohn für Montage und Einbau können Sie als Handwerkerleistung absetzen (20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr). Ist der Lift medizinisch notwendig, können Sie die selbst getragenen Kosten stattdessen als außergewöhnliche Belastung geltend machen, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen. Ein vorheriges amtsärztliches Gutachten ist dafür nicht zwingend nötig, ein ärztliches Attest hilft aber beim Nachweis. Zusätzlich kann ein Behinderten-Pauschbetrag in Frage kommen. Für Ihren Fall berät Sie eine Steuerberatung oder ein Lohnsteuerhilfeverein.
Genauso viel wie bei Pflegegrad 1, 2, 4 oder 5: bis zu 4.180 € je Maßnahme. Die Höhe des Zuschusses für die Wohnumfeldverbesserung hängt nicht vom Pflegegrad ab.
Ja. Der Zuschuss gilt je pflegebedürftiger Person: Bei zwei Personen mit Pflegegrad sind bis zu 8.360 € möglich, bei mehreren Pflegebedürftigen insgesamt höchstens 16.720 €.
Derzeit nicht. Die Bundesmittel für den Zuschuss 455-B sind seit dem 30. Juli 2026 ausgeschöpft, neue Anträge sind nicht möglich. Den zinsgünstigen KfW-Förderkredit für den altersgerechten Umbau (Programm 159) gibt es weiterhin.
Ja. Nach dem kostenlosen Aufmaß bei Ihnen zu Hause erhalten Sie ein verbindliches Angebot, das Sie dem Antrag beilegen. Wir sagen Ihnen, welche Zuschüsse in Ihrem Fall in Frage kommen, und helfen beim Ausfüllen. Rufen Sie uns einfach an: 0371 / 91 22 77 62.
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